Der Klimawandel

Der Klimawandel ist heute ein wichtiges Thema in der Politik und der Wirtschaft. Doch wenn wir von „Klimawandel“ sprechen, was ist dann damit eigentlich gemeint?

Der aktuell beobachtbare Klimawandel ist vor allem durch eine Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur charakterisiert. Vom langjährigen Mittel der Temperaturen ausgegangen, welches zwischen 1951 und 1980 gemessen wurde, war das Jahr 2005 das wärmste seit mehr als 200 Jahren. Die durchschnittliche Temperatur lag um 0,62°C höher als im langjährigen Mittel. Klimamodelle sagen bis zum Jahr 2100 einen weiteren Anstieg der Temperatur um 1,1° bis zu 6,4° voraus, abhängig von den weiteren Treibhausgasemissionen.

Also Folge dieser Erwärmung und dem damit verbundenen Abschmelzen der grönländischen und antarktischen Eismassen könnte der Meeresspiegel bis zum Jahr 2100 bis zu einem halben Meter ansteigen. Momentan steigt er um ca. 3 cm pro Jahrzehnt.

Das Abschmelzen der arktischen Eismassen ist bereits jetzt deutlich beobachtbar, da im arktischen Meer die Temperatur deutlich schneller ansteigt als in anderen Regionen. Seit 1951 nimmt die Ausdehnung des arktischen Eises um ca. 1,5% bis 2% pro Jahrzehnt ab. In den Jahren 2005/2006 sogar um 6%.

Auch die Gletscher im Inland sind von diesem Abschmelzen betroffen. Zwischen 1970 und 2004 war ein Rückgang von 83% aller Gletscher beobachtbar. Dabei betrug der durchschnittliche Rückgang im Jahr 0,31m.

Die antarktischen Eismassen sind dagegen relativ stabil, hier wurde im Winter 2007 sogar die größte Ausdehnung des Eisschildes seit 1970 gemessen. Auf dem antarktischen Kontinent wurde in den letzten 32 Jahren keine Temperaturzunahme gemessen, während vor 1970 eine leichte Erwärmung zu messen war.

Durch die Temperaturzunahme in der Atmosphäre und in den Ozeanen rechnen Wissenschaftler auch mit einer Zunahme der Anzahl und Stärke von Hurrikans. Eine solche Entwicklung wird seit 1970 durch die Hilfe von Satelliten auch bestätigt. 2005 war demnach das aktivste Hurrikan Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Nordatlantik. Untersuchungen ergaben, dass in diesem Jahr die Meerestemperatur im Nordatlantik ca. 0,9°C über dem Durchschnitt lag, was zum Großteil der Klimaerwärmung zuzuschreiben ist. Darauf folgten allerdings 2006 und 2007 eher ruhige Jahre, was aber anhand der steigenden Hurrikan-Aktivität als Ausnahme anzusehen ist.