Klimawandel Gesundheit

Die Weltgesundheitsorganisation WHO bringt in ihren zahlreichen Veröffentlichungen immer wieder deutlich zum Ausdruck, dass der Klimawandel eine sehr unmittelbare Gefahr für die Gesundheit der Menschen darstellt.

Die heftigen Hitzewellen der Jahre 2003 bis 2006 haben weltweit mehrere Zehntausend Tote gefordert. Erhöht sich die Durchschnittstemperatur der Erde um 2 bis 3 Grad, ist mit einer Verdoppelung dieser Zahl zu rechnen.

Weitere Folge dessen ist, dass zahlreiche Schädlinge ihr Verbreitungsgebiet deutlich erweitern können und als Folge dessen auch Tropenkrankheiten immer häufiger mitten in Europa auftreten und übertragen werden können.

Die so genannte „Airport Malaria“ ist ein Beispiel dafür, wie sich einst nur auf tropische Gebiete beschränkte Krankheitserreger verbreiten können. Auch die durch Zecken übertragenen Krankheiten wie Hirnhautentzündung (kurz FSME genannt) und Borreliose, die zunehmend häufiger auch in Mittel- und Westeuropa auftreten, werden durch den Klimawandel begünstigt.

Eine direkte Folge für die Gesundheit sind auch die stark verlängerten Dürreperioden in vielen Regionen der Erde, die für eine drastische Verknappung genießbaren Trinkwassers sorgen. Nicht nur der Mangel an trinkbarem Wasser, sondern auch die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die tägliche Hygiene leisten der Verbreitung von Tod bringenden Seuchen Vorschub.

Natürlich spielt auch die Nahrungskette beim Thema Gesundheit eine entscheidende Rolle. In Afrika beispielsweise hat sich der Nutzungszeitraum landwirtschaftlicher Anbauflächen drastisch auf drei Monate im Jahr verkürzt. Bei einer weiteren Erwärmung der Erde wäre ein zu lösender Tagsordnungspunkt bei der WHO die Frage der Grundversorgung mit Lebensmitteln, um Mundraub und zum Erlangen von Nahrungsmitteln geführten kriegerischen Auseinandersetzungen vorzubeugen.