Klimawandel und Tiere

Wenn durch die Erderwärmung zahlreichen Pflanzen der notwendige Lebensraum entzogen wird, ist davon immer auch der Tierbestand betroffen.

Aber nicht nur das. Gerade in Europa sind bereits jetzt schon Auswirkungen des Klimawandels auf die Tierwelt zu beobachten. Viele Vogelarten, die im Winterhalbjahr in südlichere Gefilde auswanderten, sind inzwischen ganzjährig zu beobachten. Auch der Rhythmus der Vogelzüge verändert sich immer mehr. Während zum Beispiel die Mauersegler noch vor 10 bis 15 Jahren Ende Oktober als letzte Zugvögel die Städte in Mitteleuropa verließen, sammeln sie sich jetzt häufig erst Ende November zum Abflug.

Das Forschungsschiff „Gauss“ machte in der Nordsee erste Beobachtungen, dass die „Kaltblüter“ unter den Fischen, wie zum Beispiel der Kabeljau, so langsam aber sicher in kühlere Gewässer abzuwandern beginnt. Die Kehrseite der Erwärmung des Nordseewassers ist, dass sich dort immer mehr Wasserbewohner finden, die eher wärmere Regionen bevorzugen.

Der sich ständig erhöhende Meerespegel und die durch Wetterkapriolen verursachten höheren Wellen machen besonders den Robben zu schaffen, die dadurch einen Großteil ihrer Lagerplätze verlieren.

Auch könnte die Erderwärmung einen Effekt im umgekehrten Sinne auslösen, der sehr viele Tierarten in akute Gefahr bringen dürfte. Wenn der Golfstrom versiegt (was bei einer weiteren Erhöhung der Wassertemperaturen weltweit durchaus im Bereich des Möglichen ist), ist für Nordeuropa mit einen neuen Eiszeit zu rechnen. Die gab es mehrfach in der Geschichte unseres Planeten und diesen Eiszeiten fielen immer zahlreiche Tierarten zum Opfer.